20.12.2019

Ein Tag bei den Werthmann-Werkstätten

Unsere Auszubildenden aus dem zweiten Lehrjahr waren für einen Tag in den Werthmann-Werkstätten in Lennestadt-Meggen zu Gast, um dort die Arbeit der Menschen mit Behinderung kennen zu lernen und einen Einblick in die Arbeit der Betreuer zu erhalten.

In den Werkstätten werden Menschen mit geistigen, körperlichen, psychischen oder mehrfachen Behinderungen im Arbeitsleben gefördert und ihnen somit ein angemessener Platz in der Gesellschaft gesichert.

Teilweise war der Tag für unsere Azubis der erste Kontakt mit Menschen mit Behinderung überhaupt. Über ihre Erfahrungen berichten unsere Azubis folgendes:

Mikail Uygun:

„Ich war in der Montage-Abteilung im Einsatz. Dort wurden verschiedene Metallteile miteinander verbunden und montiert. Ich fand es beeindruckend, wie selbstständig und normal die Menschen ihrer Arbeit nachgehen. Bei vielen Menschen hat man gar nicht den Eindruck, dass sie eine Behinderung haben. Ich habe sehr großen Respekt vor den Fachkräften und Betreuern! Es ist unglaublich, wie viele Aufgaben in deren Bereich fallen. Sie müssen sich um die Menschen kümmern, die Arbeitsqualität im Blick behalten und in regelmäßigen Abständen ausführliche Protokolle und Berichte über die Menschen schreiben.

Dennis Franzusov:

„Meine Aufgabe war es, mehrere Stationen von einer Montage zu beaufsichtigen und den Menschen zu helfen, falls es an einer Station ein Problem gibt oder die ganze Produktion ins Stocken gerät. Ich war überrascht, wie offen die Menschen mit Behinderung mir gegenüber waren. Sie haben viele Fragen gestellt und viel über sich und ihr Leben erzählt. Außerdem gab es keine Berührungsängste, sodass ich mich sehr schnell wohl gefühlt habe.“

Alicia Hilt:

„In meiner Abteilung wurden Pressen aus Kunststoff zusammen gebaut, mit denen Spritzgebäck hergestellt wird. Diese Presse besteht aus 4 Teilen, die in der passenden Reihenfolge montiert werden mussten. Zum Schluss wurde alles in einen Karton eingepackt. Ich fand es beeindruckend, dass die Menschen sagten, dass sie stolz sind, wenn sie ihre Produkte in einem Geschäft zum Verkauf hängen sehen. Außerdem hat man deutlich gemerkt, wie viel Spaß und Freude sie an der Arbeit haben. Daher halte ich diese Werkstätten für extrem wichtige Einrichtungen.“

Zur umfassenden Berufsausbildung bei Schauerte gehört regelmäßig ein Blick über den Tellerrand der eigentlichen beruflichen Qualifizierung. Wir danken allen Partnern, in diesem Fall den Werthmann-Werkstätten der Caritas, für die Gelegenheit, solche Erfahrungen sammeln und den Horizont erweitern zu können.

20.12.2019

Verwandte Bilder

v.l. Mikail Uygun, Alicia Hilt, Dennis Franzusov